Artikel zum Thema Lateinamerika

10.000 Unterschriften gegen Landraub überreicht!

Am 12.11.2009 haben VertreterInnen verschiedener Organisationen (darunter FIAN) 10.000 Unterschriften an die kolumbianische Botschafterin überreicht. Sie protestierten damit gegen die gewaltsame Vertreibung von zehntausenden Menschen in Kolumbien zu Gunsten von Palmölplantagen. Das Video dokumentiert die Postkartenübergabe und gibt Details zur Lage in Kolumbien. Zur Pressemitteilung zur Aktion von INKOTA hier klicken.

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Honduras nach dem Staatsstreich

Berichte zu Menschenrechtssituation und Widerstandsbewegung

In den Morgenstunden des 28. Juni stürmte das Militär in Honduras die Residenz des Präsidenten und verschleppte Manuel Zelaya. Wenig später wurde der Staatschef nach Costa Rica deportiert. Seither wird das Land von einem selbst ernannten und international nicht anerkannten De-facto-Regime beherrscht, finanziert durch die unternehmerische Oberschicht und gestützt durch das Militär.

Während soziale Organisationen ständige Proteste aufrechterhalten, gehen Militär und Polizei mit Repression und Einschüchterung gegen Demonstrationen und kritische Presse vor. Die Verteidiger der Demokratie haben sich inzwischen in einem breiten Bündnis zusammengeschlossen, die “Frente Nacional contra el Golpe de Estado”. Weiterlesen

Kundgebung zum Tag der Landlosen

Hier zwei Bilder von unserer Kundgebung zum Tag der Landlosen (draufklicken, um sie in voller Größe zu betrachten) – einer Aktion vor der paraguayischen Botschaft zur Unterstützung der Forderung auf Landrechte des Volkes der Sawhoyamaxa. Mehr dazu

Tag der Land­lo­sen 2009 Tag der Land­lo­sen 2009

Ein Weltsozialforum in Amazonien

Das Weltsozialforum, das vom 27. Januar bis 1. Februar 2009 in Belém do Pará (Brasilien) stattfand, können wir zwar nicht als Veranstaltung der FIAN-Gruppe Berlin verbuchen, aber wir haben hier einen Bericht aus erster Hand von unserem Gruppenmitglied Kim Weidenberg.
Welt­so­zi­al­fo­rum 2009 Belém„Em breve“ – in aller Kürze – heißt in Brasilien so viel wie „Setz dich, nimm dir Zeit“, denn nun folgt eine lange und ausführliche Rede. Ähnlich dem syrischen “Unter uns gesagt“, was die Einleitung einer möglichst lang anhaltenden Verbreitung von Gerüchten und Geschichten bedeutet, lieben es viele BrasilianerInnen, ihre Meinung zu fast allen Themen kundzutun, zu begründen und mit vielen Gesten und Beispielen zu untermalen.
Diese brasilianische Eigenheit war sicher nur eine der Herausforderungen auf dem WSF für viele NordamerikanerInnen und EuropäerInnen, die aus dem Winter nach Belém bei 35 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit kamen. Weiterlesen

Kritischer Besuch bei der Konrad-Adenauer-Stiftung

Am 24./25. April 2008 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft ein Symposium zum Thema „Kriminalität und Gewalt als Herausforderungen für die Demokratie in Brasilien“. Erster eingeladener Redner aus Brasilien war eben jener Paulo Sette Câmara, der als Staatssekretär für Öffentliche Sicherheit in Pará für das Massaker von Eldorado dos Carajás verantwortlich gewesen war, an das wir mit den Aktionen zum Tag der Landlosen exakt eine Woche vorher erinnert hatten. Weiterlesen

Tag der Landlosen

Am 17. April 1996 wurden in Brasilien 19 Landarbeiter nahe der Stadt Eldorado dos Carajás im Bundesstaat Pará von Polizisten erschossen, 81 Personen wurden verletzt. Die Personen waren TeilnehmerInnen des “Marsches für eine Agrarreform”, der am 10. April von 1.500 Familien landloser ArbeiterInnen ins Leben gerufen wurde. Die Protestierenden blockierten dabei die Bundesstraße PA-150. Der Staatssekretär für öffentliche Sicherheit von Pará, Paulo Sette Câmara, erteilte daraufhin am 17. April 1996 an die Polizei die Anweisung, “unter Anwendung notwendiger Mittel, inklusive Schusswaffengebrauch” die Bundesstraße PA-150 von den Demonstranten zu räumen. Seit diesem Massaker wird jährlich der 17. April als “Tag der Landlosen” in Erinnerung an die Opfer weltweit begangen.

La Via Campesina ist eine weltweite Vereinigung von Kleinbauern und –bäuerinnen, die für ihre Rechte kämpfen. FIAN und Via Campesina haben 1999 gemeinsam die Globale Kampagne für die Agrarreform gestartet. Der Indonesier Henry Saragih, Vorsitzender von Via Campesina, ist von der britischen Tageszeitung The Guardian im Januar als eine der „50 Personen, die die Erde retten könnten“ ausgezeichnet worden.

Gleich mit zwei Veranstaltungen hat sich die Berliner FIAN-Gruppe dieses Jahr an den Aktionen zum Tag den Tag der Landlosen beteiligt. Beide Aktionen – eine Informationsveranstaltung am Abend des 16.04.06 und eine Straßenaktion am 17.04. – richteten sich in diesem Jahr gegen den agroindustriellen Anbau von Agrotreibstoffen, sogenanntem Biosprit, der häufig zu Vertreibung von Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Landlosen führt. Weiterlesen