21. Januar 2017 | Demo „Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“


Termin: Samstag, 21. Januar 2017, Beginn 12.00 Uhr
Ort:

Potsdamer Platz, Berlin

Am 21. Januar demonstrieren wir – Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen und kritische KonsumentInnen – zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen.

FIAN Deutschland und FIAN Berlin beteiligen sich an der Demo, unsere Menschenrechtsfee wird mitlaufen.

Treffpunkt für alle FIAN-Interessierten: 11.00 Uhr am Eingang zur Dalí – Ausstellung, Leipziger Platz 7, am Potsdamer Platz

Delegation brasilianischer Menschenrechtlerinnen fordert Rechte für Indigene

Vom 20. bis 22. September machten FIAN Brasilien und die Katholische Pastorale für indigene Völker in Brasilien (CIMI) in Berlin auf die prekäre Situation der Guarani Kaiowá im Bundestaat Mato Grosso do Sul aufmerksam. Die beiden Organisationen sind Teil einer brasilianischen Delegation, die derzeit durch Europa reist, um auf Menschenrechtsverletzungen gegen Indigene in Brasilien zu berichten und für internationale Unterstützung zu werben.

Valéria Burity, Geschäftsführerin von FIAN Brasilien, schilderte in der Jubiläums-Veranstaltung von FIAN Deutschland am 20. September die besorgniserregende Lage der Guarani-Kaiowá. Zu dieser Gelegenheit wurde zudem ein Bericht von FIAN zu Verletzungen des Rechts auf Nahrung der Guarani-Kaiowá präsentiert.

In den darauffolgenden Tagen diskutierten Valéria Burity und Adriana Azevedo von CIMI mit Bundestagabgeordneten und Vertretern des Auswärtigen Amts über die Verletzungen der Rechte der Kaiowá. Hierbei wurden sie von FIAN Deutschland, Brot für die Welt und Misereor unterstützt. Wichtige Themen hierbei waren die wachsende Gewalt gegen die Guarani-Kaiowá seit der Amtsübernahme der neuen Regierung in Brasilien; die Ernährungsunsicherheit indigener Kinder; die Missachtung der Demarkierung indigener Gebiete durch die brasilianische Regierung sowie die Versuche des brasilianischen Parlaments, die Landrechte der indigenen Völker durch Gesetzesänderungen aufzuweichen (beispielsweise durch Initiativen zur Änderung der Verfassung wie die PEC 215 und die Stichtagsregelung (marco temporal)).

Derzeit führen die beiden Menschenrechtlerinnen ihre Rundreise in Brüssel weiter, um zusammen mit VertreterInnen der Indigenen eine Unterstützung durch EU-Institutionen zu erwirken.

FIAN Bericht zu dem Recht auf Nahrung der Guarani-Kaiowá (nur auf Englisch).
FIAN Factsheet Brasilien. Der Kampf der Guarani-Kaiowá um Land und Würde

Zum Bericht der UN-Sonderberichterstatterin für das Recht der Indigenen Völker: http://www.fian.org/library/publication/worrying_regression_for_indigenous_peoples_in_brazil_says_un_rapporteur/

20. September 2016 | Empfang zum 30. Geburtstag von FIAN

Termin: Dienstag, 20. September 2016, 19 bis 20.30 Uhr
Ort: taz Café, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin

 

Die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland setzt sich seit 1986 für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte ein. Im Zentrum der Arbeit steht dabei das Recht auf Nahrung. Anlässlich des 30. Geburtstags laden wir Politik, Medien, Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit zu einem Empfang in Berlin ein.

FIAN dokumentiert Menschenrechts-Verletzungen anhand konkreter Fall- und Länderberichte und unterstützt die Betroffenen, ihre Rechte einzufordern. Dabei kooperiert FIAN eng mit Vereinigungen von Kleinbäuerinnen und -bauern, Fischerinnen und Fischern sowie Landlosen. Auch besitzt FIAN offiziellen Berater-Status bei den Vereinten Nationen. Nationale FIAN-Vertretungen bestehen in insgesamt 19 Ländern.

Schwerpunkt der Arbeit in diesem Jahr ist das 50. Jubiläum des UN-Sozialpakts, in dem wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verbindlich festgeschrieben wurden. Tim Engel, Vorsitzender des Vorstands von FIAN Deutschland: „Weiterhin werden die Menschenrechte auf Nahrung und soziale Sicherheit weltweit massiv verletzt. Auch nehmen Angriffe auf Verteidigerinnen und Verteidiger sozialer Rechte stark zu. Unsere Arbeit wird daher weiter dringend benötigt – und wir werden den Kampf fortführen, solange der Hunger nicht besiegt ist.“

Programm (ab 19 Uhr)
30 Jahre FIAN
Begrüßung durch Tim Engel, Vorsitzender FIAN Deutschland

Die Durchsetzung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte
Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin Deutsches Institut für Menschenrechte

Entwicklungspolitik menschenrechtlich hinterfragen: Einblicke in die aktuelle FIAN-Arbeit zu Sambia
Roman Herre, FIAN Agrarreferent

Der Kampf der Guarani-Kaiowá um ihre Rechte
Delegation von Indigenen aus Brasilien / Almudena Abascal, FIAN Lateinamerikareferentin

Aktuelle FIAN-Kampagnen und Ausblick
Philipp Mimkes, Geschäftsführer FIAN Deutschland

Moderation
Malte Kreutzfeldt, taz Parlamentsbüro

ab 19.45 Uhr
Sektempfang

 

Eintritt frei / Anmeldung bitte an: Fian(ät)Fian.de

17. September 2016 | Bundesweite Stop CETA TTIP Demo

Termin: Samstag, 17. September 2016, 12 Uhr
Ort: Treffpunkt: ab 10.30. Uhr am Café Moskau, U-Bahnhof Schillingstraße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treffpunkt für alle FIAN-Interessierten: ab 10.30 Uhr vor dem Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin, U-Bahnhof Schillingstraße

Nach der großen bundesweiten Demonstration am 10. Oktober 2015 mit 250.000 Menschen in Berlin und der Demonstration mit 90.000 Menschen in Hannover anlässlich des Treffens zwischen Obama und Merkel am 23. April 2016 haben wir den Druck auf die Bundesregierung und die EU-Kommission weiter erhöht. Mit Erfolg: Die TTIP-Befürworter/innen sind in die Defensive geraten.

Doch jetzt hat der Entscheidungsprozess über das CETA-Abkommen zwischen der EU und Kanada  begonnen. Die Unterzeichnung ist für Oktober geplant. Daran schließt sich die Beratung im Europäischen Parlament und die Ratifizierung im Rat sowie voraussichtlich in den Mitgliedstaaten an. Kommission und Rat wollen schnell Fakten schaffen. Ein wichtiger Meilenstein wird das Treffen der Handelsminister in Bratislava am 22. und 23. September sein. Dort soll der Weg für die Unterzeichnung und die vorläufige Anwendung frei gemacht werden.

Wir nehmen mit der Auswahl unserer Demonstrationsorte die einzelnen Bundesländer in die Pflicht! Denn die Landesregierungen müssen im Bundesrat über CETA entscheiden. Das Abkommen wird nur ratifiziert, wenn es in der Länderkammer eine Mehrheit erhält. Wir fordern die Landesregierungen auf, CETA und TTIP nicht zuzustimmen!

21. August 2016 | Flashmob-Aktion auf dem Potsdamer Platz gegen das geplante Freihandelsabkommen EU-Kanada CETA!

Es ist „5 vor CETA!“. Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission das Freihandels- und Investitionsschutzabkommen CETA ohne Beteiligung der nationalen Parlamente vorläufig in Kraft setzen. Damit soll TTIP durch die Hintertür eingeführt werden. Das wollen wir verhindern!

Mit einer kreativen und witzigen Aktion wollen wir auf den Potsdamer Platz in Berlin, in dessen unmittelbarer Nähe die Kanadische Botschaft liegt, gegen CETA demonstrieren und gleichzeitig für die Großdemonstration „CETA und TTIP stoppen!“ am 17. September in Berlin werben.

Auf dem Potsdamer Platz tickt vor der Historischen Ampel eine große Uhr. Tick, tack, tick tack … die vorläufige Inkraftsetzung von CETA rückt immer näher.

Wir rufen euch auf: Kommt am 21. August um 11.30 Uhr zum Potsdamer Platz und lasst Euch über den Platz verteilt nieder. Auf Decken, Planen oder Kissen warten wir sitzend, liegend oder lesend und machen deutlich: Viele Menschen sind bereit, Nein zu sagen zu TTIP und CETA!

Ab 11.45 startet der Countdown: Noch 15 Minuten bis CETA, 14 Minuten … 6 Minuten.

Pünktlich um „5 vor 12“ springen wir alle auf und demonstrieren laut und kreativ auf dem Potsdamer Platz gegen CETA. Wir gehen zur großen Uhr und drücken unseren Protest mit Schildern, Fahnen, Transparenten, Trillerpfeifen, Töpfen und allem, was wir mitbringen, aus. Wir zeigen: Wir sind viele, wir sind laut, wir sagen Nein zu TTIP und CETA!

Mit zwei kurzen Statements endet die Veranstaltung wenige Minuten nach 12 Uhr.

Wir treffen uns
Sonntag, 21.08.2016
11.30 Uhr
Potsdamer Platz (auf der Seite der Historischen Ampel)

Berliner Bündnis TTIP | TISA | CETA stoppen!

Im Berliner Bündnis TTIP | TISA | CETA stoppen! arbeiten zusammen: NaturFreunde Berlin, Greenpeace Berlin, Berliner Wassertisch, GRÜNE LIGA, Attac Berlin, BUNDjugend Berlin, Mehr Demokratie, Arbeitskreis Internationalismus (IG Metall Berlin), Gen-ethisches Netzwerk, Anti Atom Berlin, Powershift, BUND Berlin, FIAN Berlin

16. Juli 2016 | CETA-Markt der Unmöglichkeiten

Termin: Samstag, 16. Juli 2016, 14 bis 18 Uhr
Ort: Eberswalder Str. am Mauerpark

Copyright: Ute Stephani

Das Berliner Netzwerk „TTIP, CETA, TISA STOPPEN“ lädt zum großen “CETA-Markt der Unmöglichkeiten” und zeigt, wie gefährlich CETA ist.

Die Berliner FIAN-Gruppe ist mit einem Stand dabei und freut sich über zahlreiche BesucherInnen!

Mehr Infos gibt es hier: TTIP | CETA | TISA – stoppen!

 

Pressemitteilung: „Klimasmarte Landwirtschaft – Nein danke!“

Köln, 15. Juni 2016: Anlässlich der Jahrestagung der Globalen Allianz für klimasmarte Landwirtschaft (Global Alliance for Climate-Smart Agriculture) in Rom weist FIAN Deutschland zusammen mit 19 weiteren Organisationen in einem Positionspapier auf die problematische neue Initiative von Großkonzernen, einigen Staaten und multilateralen Organisationen wie der Weltbank hin.

„Unter dem Label Klimasmarte Landwirtschaft wird versucht, altbackenen Landwirtschaftspraktiken einen modernen und positiven Anstrich zu verpassen“, so Roman Herre, Agrarreferent von FIAN Deutschland. „Mehr als Fassade ist das nicht. Pestizide, Düngemittel, Gentechnik – alles darf man bei der Klimasmarten Landwirtschaft reichlich nutzen“. Da es keine Kriterien für die Klimasmarte Landwirtschaft gibt, kann jeder nach seinen Interessen dieses Schlagwort einsetzen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das globale who-is-who der Düngemittelindustrie und eben nicht Kleinbauernverbände Mitglied der Allianz sind.

FIAN begrüßt, dass die Bundesregierung kein Mitglied dieser Initiative ist. „Wir hoffen, dass dies so bleibt. Die Bundesregierung sollte sich deutlich von dieser Initiative abgrenzen“, so Roman Herre weiter. Nicht umsonst hat der Welternährungsrat, bei dem auch KleinbäuerInnen ein Rederecht haben, das Konzept der Klimasmarten Landwirtschaft abgelehnt. „Entgegen des schönen Namens steht hinter Klimasmarter Landwirtschaft nicht nur die Technologie, sondern auch die politische Ausgrenzungspraxis aus dem letzten Jahrhundert“, so Herre abschließend.

Kontakt:
Roman Herre, Agrarreferent, FIAN Deutschland
Mail: r.herre(ät)fian.de

Link zum Positionspapier
Link zur Mitgliederliste der Globalen Allianz für klimasmarte Landwirtschaft
Link zum Welternährungsrat (Committee on World Food Security)

Jetzt zum Nachhören online: Webinar zur Parallelberichterstattung zum deutschen Staatenbericht an den UN-Sozialausschuss

Deutschland muss in diesem Jahr dem UN-Sozialausschuss über die Verwirklichung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte berichten. Das Verfahren des UN-Sozialausschusses sieht dazu auch so genannte Parallelberichte zivilgesellschaftlicher Organisationen vor. FIAN hat in der Vergangenheit entsprechende Berichte eingereicht und sich auch an gemeinschaftlichen Parallelberichten beteiligt.
Im ersten Teil des Webinars erläutert Ingo Stamm, wie das Verfahren 2011 durchgeführt und zivilgesellschaftlich koordiniert wurde. Im zweiten Teil gibt er einen Ausblick auf die aktuelle Möglichkeit, den UN-Sozialausschuss auf die Verletzung der im UN-Sozialpakt verfassten Menschenrechte in und durch Deutschland aufmerksam zu machen. Hier gehts zum Webinar.

Ab sofort im Shop: Flyer 50 Jahre UN-Sozialpakt und allgemeiner FIAN-Flyer

In dem neuen FIAN-Flyer erklären wir euch auf wenigen Seiten, was FIAN eigentlich macht und worauf unsere Arbeit aufbaut. Auch unsere Arbeitsweise wird thematisiert. So zeigen wir euch, wie FIAN Einzelfälle von Menschenrechtsverletzungen aufnimmt und diese begleitet. Illustriert mit den berühmten FIAN-Puppen und viel Liebe zum Detail ist er ab sofort erhältlich.
Der neue Flyer zum Jahresthema „50 Jahre UN-Sozialpakt“ ist ab sofort im Shop bestellbar. Hier wird der UN-Sozialpakt erläutert, der die Grundlage für die Arbeit von FIAN darstellt. Der UN-Sozialpakt ist der internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte. Er stützt sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und gilt für alle Menschen gleichermaßen. Dabei handelt es sich um Rechte wie zum Beispiel auf soziale Sicherung, Gesundheit und Bildung, auf Wohnen und Nahrung. Der Pakt wurde 1966 von den Vereinten Nationen beschlossen und trat 1976 in Kraft. 2016 wird er 50 Jahre alt.
Weitere Informationen zum UN-Sozialpakt gibt es hier. Zum Jahresthema-Flyer und FIAN-Flyer hier klicken.

Europaweite Online-Befragung zur Landpolitik in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit

Nach Angaben der Vereinten Nationen ist der Mangel an ausreichendem und gesichertem Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen für die Landbevölkerung eine der größten Ursachen für Hunger und Armut in der Welt. Die EU ist die größte Einzelgeberin in der Entwicklungszusammenarbeit. Über die letzten Jahre finanzierte die EU 54 Programme weltweit zu Landfragen (Bodennutzung, Richtlinien, Governance) mit einem Volumen von insgesamt 364 Millionen Euro.

Während sich alle einig sind, dass die Landpolitik der Schlüssel für den Kampf gegen Hunger ist, ist die entscheidende und umstrittene Frage: Wer und was sollte unterstützt und gefördert werden?

Im Rahmen der Kampagne Hands on the Land for Food-Sovereignty hat FIAN daher im letzten Jahr 611 europäische BürgerInnen in 11 europäischen Ländern befragt, welche Landpolitik die europäische Entwicklungszusammenarbeit ihrer Meinung nach fördern sollte. Der überwiegende Teil der Befragten spricht sich klar für die Unterstützung einer Landpolitik aus, die den Zugang zu Land für marginalisierte, ländliche Gruppen priorisiert (80,9 %) sowie für die Förderung vielfältiger sowie klein- und mittelständischer Landwirtschaftsunternehmen (75,6 %). Die einzelnen Ergebnisse finden sie hier. Kontakt: n.buenger(ät)fian.de Diese Publikation wird finanziell von der Europäischen Kommission unterstützt.